Wallenhorsts Umweltbeauftragte Isabella Draber mit einem jungen Mauersegler. Foto: André Thöle / Gemeinde Wallenhorst
16 Nestlinge konnten Diplom-Biologe Axel Degen, sein Kollege Mirko Kandolf und Wallenhorsts Umweltbeauftragte Isabella Draber am Mittwoch (14. Juli) zählen und mit Ringen der Vogelwarte Helgoland zur individuellen Wiedererkennung beringen. Auch zwei unberingte Alttiere, die sich gerade im Nistkasten befanden, konnten mit Ringen versehen werden.
Die Nistkästen hängen seit 2005 unter dem Dach des Wallenhorster Rathauses. 2010 nutzten die ersten Mauersegler sie zur Brut. Inzwischen kommen Jungvögel, die am Rathaus ausgebrütet wurden, als Altvögel zurück, um ihrerseits hier Junge groß zu ziehen. Seit 2011 werden die Tiere jährlich beringt, um ihre Brutplatztreue und das Ansiedlungsverhalten besser zu verstehen.
„Eine Besonderheit in diesem Jahr war der Fund eines adulten Mauerseglers, der vor fünf Jahren in Bramsche geschlüpft ist und dort beringt wurde“, berichtet Degen. „Es war der erste fremde Wiederfang in einer der Osnabrücker Kolonien. 2016 wurde er als Jungvogel in der St. Martin Kirche in Bramsche beringt.“
Mauersegler kommen erst im April bis Mai aus dem afrikanischen Winterquartier zu uns und bleiben nur gut drei Monate zur Aufzucht ihrer Jungen. Anfang August fliegen sie schon wieder Richtung Süden. Mauersegler sind überaus angepasst an das Leben in der Luft und verbringen, außer in der Brutzeit, den Großteil ihres Lebens dort. Sie schlafen sogar im Fliegen. In großer Höhe jagen sie mit weit geöffnetem Schnabel Insekten. Leider werden Nistmöglichkeiten für Mauersegler, die ursprünglich Felsbrüter waren, immer seltener. Heutzutage brüten sie in der Regel in Hohlräumen an mehrgeschossigen Gebäuden. Diese Hohlräume werden bei Sanierungen oft entfernt. Eine Alternative sind Nistkästen. Diese sollten in mehr als fünf Meter Höhe mit freiem Anflug an höheren Gebäuden hängen, wie beispielsweise am Rathaus.
wa/pm, Fotos: André Thöle / Gemeinde Wallenhorst
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