Welcher Nistkasten soll an welchen Baum? Die Auswahl ist groß. Foto: Alexander Meyer
Die Obstbaumwiese hat ihnen der Umweltbeauftragte der Gemeinde Wallenhorst, Udo Stangier, empfohlen. „Die alten Obstbäume brechen inzwischen zusammen, daher gibt es weniger Naturhöhlen, aber viele Insekten, die im und vom Totholz leben. Außerdem wird diese kommunale Wiese nur extensiv genutzt und es werden keine Gifte versprüht. Ein idealer Ort zur Aufzucht von jungen Singvögeln“, erklärt Stangier den jungen Feuerwehrkräften.
Die Feuerwehrleute haben Werkzeug und Leitern mitgebracht, um die Nistkästen an den Bäumen festzumachen. Um die Rinde nicht zu beschädigen, werden die Nistkästen mit einem Draht um den Stamm herum aufgehängt. So kann sich die Befestigung mit dem wachsenden Stamm ausdehnen und es muss kein Nagel in den Baum geschlagen werden. Die Nistkästen haben entweder eine geschlossene Front mit einem Loch oder nur eine halbhohe Wand. „In die Halbhöhlen gehen Hausrotschwanz, Bachstelze oder Grauschnäpper“, erklärt Stangier. „Die geschlossenen Höhlen werden insbesondere von verschiedenen Meisenarten sowie Haus- oder Feldsperling genutzt. Da kommt es auf den Lochdurchmesser an. Die Öffnung zeigt möglichst nach Süd-Osten.“
Schnell werden die verschiedenen Aufgaben wie Draht abschneiden und anbringen, Leitern tragen und festhalten verteilt. Das Hantieren mit den schweren Akkuschraubern auf einer Leiter ist gar nicht so einfach. Auch am Kassenhaus des Minigolfplatzes werden zwei Nistkästen angebracht.
„Der Umwelt- und Naturschutz ist seit jeher ein wesentlicher Aspekt für die Feuerwehren und damit natürlich auch ein wichtiger Punkt unserer Jugendarbeit“, sagt Gemeindejugendfeuerwehrwart Ansgar Osterbrink. Die jungen Helfer sind für die „Gemeinschaftsaufgabe Naturschutz“ leicht zu motivieren. So führte die Jugendfeuerwehr in der Vergangenheit mehrfach ähnliche Nistkästen-Aktionen in verschiedenen Ruller Waldgebieten und am Wallenhorster Rathaus durch. Dort wurden 2006 mit Hilfe der Drehleiter unter dem Dachüberstand neun Nistkästen für Mauersegler angebracht. Inzwischen hat sich dort eine kleine Kolonie gebildet.
Nach gut zwei Stunden sind die meisten Nistkästen aufgehängt. Udo Stangier bedankt sich im Namen der Gemeinde Wallenhorst bei den jungen Feuerwehrleuten für ihre Arbeit und das Interesse am Naturschutz. Im Herbst soll nachgesehen werden, wie die Kästen angenommen wurden.
wa/pm, Fotos: Alexander Meyer
[gallery link="none" columns="1" ids="28491,28482,28483,28484,28485,28486,28487,28488,28489,28490"] 13 Schülerinnen und Schüler lernten an ihrem „Zukunftstag für Mädchen und…
Die Gemeinde Wallenhorst darf sich ab sofort „Ausgezeichneter Wohnort für Fachkräfte“ nennen. Die IHK Osnabrück…
Zahlreiche Unternehmen im Wirtschaftsraum Osnabrück stehen aktuell vor der Herausforderung, eine Nachfolgelösung zu finden. Gleichzeitig…
Diese Seite verwendet Cookies.
Mehr Infos hier